Lyrik

muss alles alles kaltwärts sinken für eine Sehnsucht nach dem Lied?

Poetik und Klang und ich

Es gab bisher drei Poetikvorlesungen:

  • Universität Duisburg Essen Poet in residence Jahr
  • Liliencron Dozentur Kiel Jahr

Außerdem gibt es eine Rede über Adam Zagajewski, die ich für die Reihe Zwiesprachen des Lyrik Kabinetts München gehalten habe. Darin geht es viel um den Umgang mit Geschichte, das Aufflackern von Schönheit im Blick auf eine widerständige Welt. „Die schnutzige Wäsche des schmelzenden Schnees“ Der Text ist hier (wunderhorn verlag) nachzulesen.

 

Das alles hat viel mit Klang zu tun: Seit 2013 habe ich mit dem Verein Forma Leipzig die Reihe „Tektonik“ für Lyrik und zeitgenössische Musik kuratiert. Das heißt, Gedichte und neue Musik. Zusammen. Ein anderes Hinhören.

 

Das Zusammenspiel von Klang und Sprache hat mich auch schon interessiert, als ich an der Uni über das Spätwerk von Samuel Beckett schrieb. Bewegter Klang, bewegte Stille.

Rauhe Linien

Zusammen mit der Kontrabassistin Sophia Scheifler habe ich einen Konzertabend entwickelt- das heißt, die Gedichte werden nicht vor oder nach dem Bassspiel gesprochen, sondern zusammen- man kann es sich vorstellen wie ein Konzert – das Schöne ist, dass die Zuhörer in ihren eigenen Assoziationen zu den Texten bleiben, Klang und Text berühren sich und lassen größere Pausen zu, die Bilder stehen für sich- alles hat etwas mehr Raum. Die Sprache darf klingen, auf dem Bass entsteht mit Darmsaiten und viel Geräusch eine eigene Klangwelt. Und die Gedichte werden nicht zerredet. Wer nach Hause geht, kann sie selbst mitnehmen. Etwas entsteht , im Raum, live.

 

Und das ist auch, was ich mir wünsche: dass die Leser die Texte zu ihren eigenen machen. Das Schönste ist, wenn Sie sich daran erinnern.

 

Wir sind aufgetreten beim Lyrikfestival in Münster, Köln, in Freiburg, Lüneburg, Mannheim, München.

 

Und für den Deutschlandfunk haben wir zusammen eine „Weihnachtserzählung“ aufgenommen, die man hier nachhören kann. Darin kommen in verwandelter Form auch Gedichte aus „der Hund ist immer hungrig“ vor.

Elnaz seyedi und ich

Dunst, als kehrte alles zurück

Mit der Komponistin Elnaz Seyedi habe ich das Stück „Dunst- als kehrte alles zurück“ geschrieben. Es wurde 2023** in Donaueschingen uraufgeführt.

Darin hören wir die Stimme einer Frau, es gibt ausgetrocknete Flüsse, die Erinnerung an Gewalt, an eine andere Zeit vor der Dürre, Kindheit, und eine erste zärtliche Liebe.

Das Stück wurde aufgefüht vom Ensemble Ascolta und entstand im Rahmen des Projekts Echokammern (?) des Literaturhaus Stuttgart.

Felicitas Hoppe und __ bildeten den zweiten Part.

  • Das Stück wurde aufgeführt beim Ultraschall Festival Berlin, in der Philharmonie Luxemburg, in der Liederhalle Stuttgart, in Donaueschingen.
  • Eine Aufnahme ist hier zu finden. Die Partitur liegt hier vor:__
  • Den Text versenden wir auf Anfrage.

 

Kein Haus aus Sand

Es gibt diese Faszination für Stimmen, für Oral History. Wochenlang habe ich mir die Stimmen im European Archive of Voices angehört. 

  • Entstanden ist das Klangstück „Kein Haus auf Sand“ – ein Mosaik aus Stimmen, in dem die Frage verhandelt wird, was uns verbindet, was Europa ist oder sein kann. 
  • Mit eigenen Texten und meinen Übersetzungen von Ilya Kaminskys Republik der Taubheit.
  • Nachzuhören hier:  (Kann man hörstück hochladen ??)

Bunte Steine
(Für den SWR 2022)

Tagebucheinträge Kurt Rosenberg verdichtet für das Georg Kolbe Museum

Text zum Download, Katalog hier

Rauhe Linien

Zusammen mit der Kontrabassistin Sophia Scheifler habe ich einen Konzertabend entwickelt- das heißt, die Gedichte werden nicht vor oder nach dem Bassspiel gesprochen, sondern zusammen- man kann es sich vorstellen wie ein Konzert – das Schöne ist, dass die Zuhörer in ihren eigenen Assoziationen zu den Texten bleiben, Klang und Text berühren sich und lassen größere Pausen zu, die Bilder stehen für sich- alles hat etwas mehr Raum. Die Sprache darf klingen, auf dem Bass entsteht mit Darmsaiten und viel Geräusch eine eigene Klangwelt. Und die Gedichte werden nicht zerredet. Wer nach Hause geht, kann sie selbst mitnehmen. Etwas entsteht , im Raum, live.

 

Und das ist auch, was ich mir wünsche: dass die Leser die Texte zu ihren eigenen machen. Das Schönste ist, wenn Sie sich daran erinnern.

 

Wir sind aufgetreten beim Lyrikfestival in Münster, Köln, in Freiburg, Lüneburg, Mannheim, München.

 

Und für den Deutschlandfunk haben wir zusammen eine „Weihnachtserzählung“ aufgenommen, die man hier nachhören kann. Darin kommen in verwandelter Form auch Gedichte aus „der Hund ist immer hungrig“ vor.