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Es war das Jahr in der Frankfurter Anthologie

„Geschichtsschreibung mit den Mitteln der Poesie: Dieses Gedicht erzählt von der großen europäischen Krise des vierzehnten Jahrhunderts und von einer Angst, die auch uns Heutigen geläufig ist.“

Steffen Siegel stellte das Eingangsgedicht von ›der hund ist immer hungrig‹ in der Frankfurter Anthologie vor.

„(…) Es ist das „Chambre de Cerf“, das Hirschzimmer… Im riesigen Palast der Päpste zeigt nur dieses eine Zimmer Fresken mit weltlichen Motiven. Sie gehören zu den ergreifendsten, die aus dem späten Mittelalter überliefert sind. (…) Für Clemens VI., zwischen den Feuern gefangen, mögen sie eine melancholische Erinnerung an bessere Zeiten gewesen sein: „gib mir ein bild gib mir die hohen wände / gib mir ein spiel gib mir die jagd“.

(..) „es war das jahr“ steht, einem Frontispiz gleich, am Anfang von Anja Kampmanns Gedichtband „der hund ist immer hungrig“. Der Umschlag des Buches ist mit dem berühmten Fresko aus dem Hirschzimmer von Avignon illustriert.  Nur eines, das erste, führt uns zurück ins vierzehnte Jahrhundert – und ist dabei ganz gegenwärtig.“

 Gelesen wird das Gedicht von Thomas Huber, hier. 

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